Unser Engagement in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit am Eselsberg

Am Eselsberg leben viele Menschen mit  Migrationserfahrungen, viele von ihnen schon seit langer Zeit, viele aber auch erst seit kurzem und oft ohne Familie und Freunde. Die Stadt Ulm hat für Flüchtlinge in 2015 und 2016 drei große Mannschaftsgebäude am Mähringer Weg umbauen lassen, dass darin Flüchtlinge für eine Übergangszeit leben können. In diesen Häusern leben vor allem alleinstehende Menschen. 

Der Alltag insbesondere für erst wenige Monate in Ulm wohnende Menschen ist nicht einfach. In aller Regel können und dürfen die neu Zugezogenen nicht arbeiten, nicht alle haben Zugang zu einem Sprachkurs, die Stadt Ulm und der Eselsberg sind fremd, die Sitten und Gebräuche in Deutschland sind noch wenig bekannt, die Nachrichten aus der Heimat sind manchmal besorgniserregend, manchmal hoffnungsvoll, manchmal furchtbar, manchmal bleiben Nachrichten auch ganz aus.

Um diesen Menschen unter uns wenigstens ein bißchen Halt und Unterstützung zu geben, werben die Stadt Ulm, der Runde Tisch Flüchtlinge am Eselsberg und der Ökumenische Besuchsdienst um ehrenamtliche Begleitungen von Flüchtlingen. Unser Besuchsdienst hat sich bereit erklärt, interessierte und engagierte Paten von Asylbewerbern oder -berechtigten zu informieren und zu begleiten. Es geht dabei in erster Linie darum -wie auch in unserer sonstigen Besuchsdienstarbeit- Menschen Zeit zu schenken, ihnen ein Gegenüber zu sein, jemand der sich weder fürchtet noch abwendet. Wir wissen aus den Begleitungen, die wir schon vermittelt haben und begleiten, dass Patenschaften keine Einbahnstraße sind, sondern alle Beteiligten bereichern.